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--- Wege in die Stadt Niedrigschwelliger Zugang für Migrant/innen zur Ermöglichung von lokaler gesellschaftlicher Teilhabe
Kooperationsprojekt für die Bremer Volkshochschule West und Kultur Vor Ort e.V.
In Bremen-Gröpelingen leben mehr als 40% Menschen mit Migrationshintergrund. Migration kann aber vielerlei bedeuten je nach Herkunft, Bildungsgrad, Geschlecht, Integration in den Arbeitsmarkt, Sprachstand oder Dauer des Aufenthaltes in Deutschland. Projekte und Modelle zur Integration dieser unterschiedlichen Welten in eine multiperspektivische Stadtgesellschaft müssen jeweils an den spezifischen Bedingungen von Einwanderung oder Einwanderungsbiographie anknüpfen und jeweils auf die spezifische Gruppe konzipiert sein. Die von der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Integrationsplans etablierten Integrationskurse richten sich an Einwanderer/innen, die über keine oder kaum Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und damit besondere Schwierigkeiten haben, gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. In den Integrationskursen werden im Rahmen von 645 Unterrichtsstunden Kenntnisse der deutschen Sprache, aber auch Wissen über die deutsche Gesellschaft und das staatliche System Deutschlands und der EU vermittelt. Für viele Migrantinnen und Migranten ist der Integrationskurs keine lästige Pflicht, sondern ein willkommener Anlass, die eigene Isolation zu durchbrechen, mit Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zusammen zu kommen und ambitionierte, aber erreichbare Bildungsziele zu verfolgen. Mit dem Modellprojekt "Wege in die Stadt" soll an die positiven Erfahrungen der Integrationskurse angeknüpft, diese aber erweitert und im Sinne von community building in lokal gesellschaftliche Teilhabe einmünden. Das Vorhaben "Wege in die Stadt" bietet außerhalb der Pflichtstunden der Integrationskurse für Teilnehmer dieser Kurse ein spezielles Angebot, um Migranten "Wege in den Stadtteil" zu ermöglichen. Es bietet auf diese Weise lokale gesellschaftliche positiv konnotierte "Andockmöglichkeiten" für Migranten, die ohne diese Brücke keine oder wenig Möglichkeiten hätten, die sozialen, kulturellen und Bildungsmöglichkeiten kennen zu lernen. Es hilft Migranten, Möglichkeiten der Mitwirkung im öffentlichen Leben zu erkunden (Mitwirkung in der schulischen Elternarbeit, Mitwirkung in kulturellen, politischen oder sozialen Initiativen o.ä.). Auf diese Weise bietet das Projekt Zugänge zu Strukturen, Institutionen und Partizipationsmöglichkeiten im Stadtteil. Konkret werden in den Modulen im Rahmen von "Wege in die Stadt" anknüpfend an die Erfahrungen der Migration, mit Mitteln der kulturellen und ästhetischen Bildung, der Stadtteil Gröpelingen und Möglichkeiten der Mitwirkung im öffentlichen Leben erkundet. Die Module münden in konkrete Projekte, an denen die TeilnehmerInnen aktiv mitwirken und damit nachhaltige Anknüpfungen ermöglicht werden. |